Um einen entsprechenden Therapieerfolg zu gewährleisten, legen wir Wert auf eine einheitliche und koordinierte Behandlung durch Arzt, Therapeuten und Sanitätshaus. Diese wird genau zwischen den einzelnen Partnern abgestimmt und folgt einem strukturierten Ablauf.

Eine Festlegung von einheitlichen Qualitätsstandards, Behandlungs-konzepten und Dokumentationsformen steht daher im Mittelpunkt und zeichnet unser Netzwerk aus.

 

Ärztliche Untersuchung und Diagnose

Dr. Wittrin

Am Anfang steht die gründliche Diagnose durch einen entsprechend spezialisierten Arzt. Dieser erstellt nach genauer Befundstellung einen individuellen Therapieplan für den Patienten und bespricht ihn ausführlich.

Das Lymphödem ist eine chronische Erkrankung, welche eine lebenslange Behandlung erfordert. Mit einer guten Therapie kann das Fortschreiten der Erkrankung verhindert und das Ödem reduziert werden. Es liegt in den Händen des Patienten, durch Therapietreue das Ergebnis der Behandlung zu erhalten.

Das Lipödem ist eine chronische Fettgewebsveränderung, die überwiegend bei Frauen auftritt. Sie verursacht Schmerzen, Hämatome und ist progredient.


 

Entstauungsphase

Foto Susanne Hügel

In der ersten Phase folgt die Entstauung des betroffenen Gewebes.

  1. Durch eine manuelle Lymphdrainage wird der Abtransport der überschüssigen Lymphflüssigkeit (Lymphe) angeregt
  2. Nach jeder Behandlung erfolgt eine Kompressionsbandagierung. Diese sichert den Erfolg der vorherigen Behandlung und verhindert einen Rückfluss der Lymphe in die betroffenen Körperregionen.
  3. Durch gezielte Atem- und Bewegungsübungen wird der Abtransport der Lymphe und damit die Reduzierung des Lymphödems unterstützt.
  4. Eine tägliche Hautpflege schützt vor einer zusätzlichen Schädigung der Haut und einer damit verbundenen Verschlechterung des Lymphödems.

 

Erhaltungsphase 

Andreas Kurda

Ziel der zweiten Phase ist es dann, den entstauten Zustand langfristig zu stabilisieren und zu erhalten.

Im spezialisierten Sanitätshaus wird eine individuelle Kompressionsbestrumpfung vermessen und angepasst. Die persönlichen und beruflichen Anforderungen des Patienten werden dabei berücksichtigt. Da die Strümpfe täglich getragen werden müssen, ist eine Wechselausstattung nötig. Nach jeweils 6 Monaten wird eine Folgeversorgung durchgeführt. Zusätzliche Hilfe im Umgang mit den Kompressionsstrümpfen bietet das Sanitätshaus in Form von Anziehhilfen oder Anziehtrainings.
Die langfristige Therapie wird ergänzt durch Atem- und Bewegungsübungen,  Hautpflege und ggfs. Fortführung der manuellen Lymphdrainage.